Geschichte bis 2003

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Winternheim

Mitte des 19. Jahrhunderts dehnte sich die Industrie und der Handel in Deutschland immer mehr aus. Dieser wirtschaftliche Aufstieg bescherte der Bevölkerung von Jahr zu Jahr ein Zuwachs an Eigentum. Vor allem die technische Revolution trug zur steigenden Mechanisierung der Betriebe bei. Dies hatte zur Folge, dass Unfall- und Feuergefahren in einem vorher nicht gekannten Ausmaß zunahmen.

Durch Polizeiverordnungen und örtliche Bestimmungen wurden deshalb alle „löschfähigen“ Personen einer Gemeinde zu Pflichtfeuerwehren zusammengeschlossen, um diese Gefahren, die der Allgemeinheit oder dem einzelnen Bürger drohten, abzuwehren. Nachbargemeinden schlossen sich zu Feuerlöschverbänden zusammen um sich gegenseitig zu unterstützen. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen bestand auch in Klein-Winternheim eine Pflichtfeuerwehr, zu der besonders die Männer der jüngeren Jahrgänge vom Bürgermeister verpflichtet wurden. Für Feuerlöschgeräte hatte die Gemeindeverwaltung zu sorgen, Sie bestanden in der Regel aus einer Feuerspritze ohne Saugrohr, Leitern, Feuerhaken und Ledereimer.

Feuerreiter und Feuerboten hatten die Aufgabe, bei der Entstehung eines Brandes die Nachbargemeinde zu alarmieren. Bauern waren eingeteilt, Löschwasser aus den Weeden und Brunnen herbeizuschaffen.

Bald darauf wurden von den Klein-Winternheimer Bürgern erkannt, dass es zum Schutz ihrer Habe keiner vom Saat ausgehenden besonderen Verpflichtung bedarf. So traten im März 1878 54 junge Männer zusammen und gründeten eine freiwillige Feuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr Klein-Winternheim verfasste nach ihrer Gründung folgende Richtlinien:

  1. Zweck der Freiwilligen Feuerwehr:

    Die hiesige Feuerwehr hat den Zweck, geordnete Hilfe bei Bränden in- und außerhalb des Ortes zu leisten.

  1. Einteilung derselben:

  Die Feuerwehr gliedert sich in eine Spritzen- und Rettungsmannschaft. Die Stärke des Vereins ist bei der Gründung 54 Mann, es können aber noch zur Verstärkung des Vereins Mitglieder aufgenommen werden.

     Mannschaftseinteilung:

1 Branddirektor

2 Erste Spritzenmeister

2 Zweite Spritzenmeister

29 Spritzenmänner

2 Erste Retter

2 Zweite Retter

16 Retter

  1. Aufnahme:

Zur Feuerwehr werden nur Bürger von unbescholtenem Rufe, welche das 20. Lebensjahr bereits zurückgelegt und ihren aktiven Militärdienst genüge geleistet haben, aufgenommen.

  1. Die Aufnahme des Interessenten hat durch den Herrn Bürgermeister auf 3 Jahre zu erfolgen. Der Branddirektor und die zwei ersten Spritzenmeister werden von dem Ortsvorstand aus den Mitgliedern des Vereins gewählt. Diese Wahlen bedürfen der Genehmigung der Regierungsbehörde.
  2. Allgemeinde Pflichten

Die Dienstpflicht  der Mitglieder ist auf 3 Jahre festgelegt. Während dieser Zeit haben die Mitglieder mit allen Kräften bei einem ausgebrochenen Brand die Beschränkung des Feuers auf den eigenen Herd anzustreben, dass Feuer selbst so schnell wie möglich zu ersticken, Menschen, Vieh und alle erdenklichen Wertgegenstände zu retten und um dasselbe möglich zu machen, ihre Vorgesetzten in allem unbedingten Gehorsam zu leisten und allen in der Dienstanordnung noch näher bezeichneten Verpflichtungen pünktlich nachzukommen.

  1. Die Löschmannschaft hat bei der Übung sowie auch bei Bränden mit der größten Pünktlichkeit einzutreffen und die gegebenen Befehle schleunigst zu befolgen.
  2. Wer bei Übungen auf das gegebene Signal nicht erscheint und binnen zwei Tagen beim Branddirektor nicht genügende Entschuldigungen angeben kann, hat zum ersten Mal eine Straße von 20 Pfennig, das zweite Mal eine solche von 40 Pfennig zu bezahlen. Das dritte Mal bleibt es dem Vorstand überlassen, die Strafe zu bestimmen, dieselbe kann aber nicht höher als eine Mark kommen.
  3. Wer beim Ausbruch eines Brandes nicht sofort an der ihm angewiesenen Stelle erscheint, hat obige Strafe dreifach zu zahlen.
  4. Mitglieder wie Vorgesetzte haben im Dienst sich ernst und angemessen zu benehmen, bei dienstlichen  Mitteilungen sich kurz zu fassen, Rauchen, Essen und Trinken darf während des Brandes nicht stattfinden.
  5. Wer bei Übungen und Bränden in- und außerhalb des Ortes in betrunkenem Zustand erscheint, wird vom Vorstand das erste Mal mit einer halben Mark bestraft, das zweite Mal mit einer Mark und im wiederholten Falle aus dem Verein ausgeschlossen.
  6. Die Leitung des Löschwesens, die Verwaltung und die Verantwortlichkeit der Behörde gegenüber hat der Vorstand. Dieser ist ebenso wie die Freiwillige Feuerwehr im allgemeinen der höheren Baupolizeibehörde nach den bestehenden und noch zu erlassenen gesetzlichen und verordnungsmäßigen Bestimmungen unterzuordnen.
  7. Der Vorstand ist zusammengesetzt aus folgenden neun Mitgliedern:
    1. Dem Branddirketor als Vorsitzenden
    2. Den zwei ersten Spritzenmeistern
    3. Den zwei zweiten Spritzenmeistern
    4. Den zwei ersten und zweiten Rettern

Führung und innere Verwaltung

Die drei Erstgenannten sind dem Ortsvorstand, die übrigen von den Mitgliedern des Vereins auf 3 Jahre zu wählen.

  1. Der Vorstand versetzt die Mannschaft nach Gutdünken der praktischen Erfahrung.
  2. Der Branddirektor hat die Leitung der Feuerwehr bei Übungen und Bränden jedoch vorbehaltlich der Bestimmung Absatz 11.
  3. Der Branddirektor muss wenigstens einmal im Monat Übungen vornehmen, ist jedoch berechtigt, öfters Übungen anzuordnen.
  4. Die Spritzenmeister haben Einübung der Spritzenmannschaft, sowie die Erklärung der Maschinen und Geräte und die Überwachung der Signale zur Obliegenheit. Sie haben für die Instandhaltung der Maschinen zu sorgen und alle 14 Tage dem Branddirektor über den Zustand derselben die nötige Anzeige zu machen.
  5. Alle Abteilungsführer haben für gutes Einvernehmen der verschiedenen Abteilungen einzustehen, sich streng auf ihren Wirkungskreis zu beschränken und darauf zu achten, dass ihre Befehle mit den höheren im Einklang stehen. Es ist jedem Abteilungsführer im Einvernehmen mit dem Branddirektor gestattet, besondere Übungen anzuordnen.
  6. Die Strafgelder fließen in eine besondere Kasse und dürfen nur für Anschaffungen von Löschgeräten oder deren Reparaturen verwendet werden.
  7. Die Gemeinde übergibt dem Verein sämtliche Löschgeräte zum Gebrauch bei Übungen und Bränden in- und außerhalb des Ortes, übernimmt alle Reparaturen und Anschaffungen von neuen Geräten auf eigene Rechnung.
  8. Der Verein verpflichtet sich, die Löschgeräte immer in gutem Zustand zu erhalten. Die Spritzen und Schläuche zu reinigen. Ergeben sich Mängel oder die Notwendigkeit etwaiger Anschaffungen von neuen Geräten, so ist dies dem Ortsvorstand anzuzeigen.
  9. Der Gemeindebehörde steht zu jeder Zeit das Recht zu, die Löschgerätschaften zu besichtigen.
  10. Die Genehmigung der Regierungsbehörde bleibt vorbehalten.

Gegenseitige Pflichten der Gemeinde und des Vereins

 

Klein-Winternheim, im März 1878

Der Bürgermeister                                                                        Die Vereinsmitglieder

Christoph Eckert                                                                            Jakob Gabel I.

 

Am 12. Februar 1878 wurde in der Gemeinderatssitzung über die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beraten.

Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Winternheim war von 1878 bis 1885 Jakob Gabel I. Peter Schreiber übernahm dieses Amt von 1885 bis 1898. In seine Amtszeit fiel der Großbrand im August 1886 in Ober-Olm. Hierzu wurde auch die Klein-Winternheimer Wehr alarmiert. Die seit der Gründung vorhandene Feuerspritze, die heute noch im Besitz der Wehr ist, reichte in der Folgezeit nicht mehr aus und wurde am 22. April 1891 durch eine größere pferdegezogene Feuerlöschspritze ersetzt. Von 1898 bis 1922  übernahm Franz Adam Secker das Kommando der Feuerwehr. In diesen schweren Jahren konnte noch weitere Ausrüstungsgegenstände angeschafft werden 1924/25 wurde das seit 1853 bestehende Feuerwehrspritzenhaus in der Klostergasse, unterhalb der Kirche, niedergelegt. Die Gerätschaften wurden im Schuppen des ehemaligen Hofes „Trink“ untergebracht.

Im Jahr 1928 wurde unter dem Kommandanten Valetin Christoph Fleck das 50jährige Bestehen gefeiert. Die Feierlichkeiten fanden vom 16.-18. Juni statt. Die Wehr bekam eine neue Fahne, die von den Festdamen gestiftet wurde. In diesen Nachkriegsjahren mit der verbundenen Weltwirtschaftskrise trafen sich Kameraden aus Zornheim, Stadecken und Finthen und berieten wie man die Familien von Kameraden im Todesfall unterstützen könnte. Aus diesen Beratungen wurde 1928 due Feuerwehr-Sterbekasse gegründet, in die neben anderen auch unsere Wehr eintrat. Diese soziale Einrichtung half die erste Not zu linder und bewährte sich bis zum heutigen Tag. Im Februar 1978 konnte die Sterbekasse in Klein-Winternheim ihr 50jähriges Jubiläum feiern.

1931 wurde die Wasserleitung von den Bürgern in Selbsthilfe erstellt. Dies wurde dann eine große Erleichterung für die Wehr, da man von nun an das Löschwasser nicht mehr über weite Entfernungen zu fördern brauchte. In den Jahren 1934/35 wurde auf dem Platz des Wehde (heute Muizoner Platz) ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut. Der Kostenvoranschlag wies eine Summe von 4776,85 Reichsmark aus.

 

 

 

Feuerwehrübung am Bandweidenweg 1930

1936 erhielt unsere Wehr ihre erste Motorspritze mit einem Gerätewagen und konnte somit ihre Schlagkraft noch besser unter Beweis stellen.

Am 1. Mai 1938 wurde die Selbstständigkeit der Feuerwehren durch die Anordnung des Dritten Reiches aufgehoben und der Polizei unterstellt. Kamerad Fleck musste sein Amt als Wehrleiter abgeben, dass er seit 1922 innehatte. Im Jahre 1938 feierte die Wehr am 10. Juli ihr 60jähriges Bestehen.


Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges rief alle wehrfähigen Kameraden zu den Waffen. Die für den Brandschutz abgestellten Kameraden mussten sich monatlich namentlich beim Kreisamt melden. In dieser Zeit gab es in Klein-Winternheim auch eine Frauen-Feuerwehr.

 

 

Die aktive Wehr im April 1942

                                                                                    

 

Die Frauenfeuerwehr in den Kriegsjahren

 

Mit der Zunahme der Bombenangriffe auf unsere Städte im nahen und fernen Umkreis, mussten die Kameraden zu vielen Einsätzen, so u.a. nach Frankfurt, Darmstadt, Ludwigshafen, Mannheim und Worms, bis das sinnlose Vernichten der unschuldigen Bevölkerung 1945 endlich ein Ende fand. Nach Kriegsende verfügten die Militärbesatzungen die Auflösung der Feuerwehren, weil sie Sabotageakte von diesen Reihen befürchteten. Durch Lockerung der Bestimmungen und das Aufheben der Beschlagnahmungen begann der langsame Wiederaufbau unserer Wehr. In dieser Zeit stand der Wehr eine Motorspritze der Marke Sieger, die schon in den Kriegseinsätzen benutzt wurde, zur Verfügung.

Im Jahre 1953 feierte die Wehr ihr 75jähriges Jubiläum. In dieser Zeit gab es auch eine Jugendfeuerwehr. Der damalige Kommandant Franz Secker bekleidete auch das Amt des Unterkreisfeuerwehrinspektors.

Festumzug 1953 zum 75jährigen Jubiläum

1958 stellte die Gemeinde der Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze der Marke 110 zur Verfügung. Neuer Kommandant wurde 1954 Jakob Wassermann. Im September 1961 wurde das alte Gerätehaus in der Hauptstraße abgerissen. Die Löschgeräte konnten bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes in einem Nebenraum bei der Gemeindeverwaltung untergebracht werden.

Am 22. Oktober 1962 wurde zum Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Backhauswiese ein Plan erstellt.

Der Grundstein für dieses neue Gerätehaus wurde am 15. Juli 1963 in der Backhausstraße gelegt, die gesamte Errichtung geschah in Selbsthilfe was der Gemeinde sehr hohe Kosten ersparte. Die Bauarbeiten gingen zügig voran, denn alle Kameraden halfen in ihrer Freizeit an der Fertigstellung. Am 23.8.1964 wurde es von Pfarrer Malsy eingeweiht. Die Übergabe an die Wehr erfolgte durch den Bürgermeister Christoph Schreiber. 1968 erhielt die Wehr als erstes motorisiertes Fahrzeug ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF 8). Um die Schlagkraft der Feuerwehr weiterhin zu erhalten, wurde vom damaligen Kommando unter Jakob Wassermann eine Anwerbeaktion durchgeführt. Hierdurch konnten 25 neue Mitglieder gewonnen werden. Ende des Jahre s1968 verspflichteten sich 20 Kameraden beim zivilen Katastrophenschutz und gehörten dem überörtlichen Brandschutz der 1. Zivilschutz-Feuerwehrbereitschaft Mainz an. Einige Kameraden konnten an Lehrgängen der Katastrophenschutzschule in Burg/Mosel teilnehmen. Hierdurch wurde die Grundlage geschaffen, dass 1969 das erste Fahrzeug ein Tanklöschfahrzeug (TLF 8 auf einem Unimog) an den neu entstandenen Zug übergeben werden konnte. Schon im darauffolgenden Jahr bewährte sich dieses Tanklöschfahrzeug bei einem Wohnhausbrand in der Gartenstraße und bei zwei Flächenbränden.

1971 fand in Klein-Winternheim eine Großübung der Feuerwehrbereitschaft des Katastrophenschutzes statt. 1972 wurde Klein-Winternheim, aufgrund der Gebietsreform, der Verbandsgemeinde Nieder-Olm angegliedert. Somit war die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Klein-Winternheim ab jetzt, ein Bestandteil der Verbandsgemeinde Feuerwehr.

Bei der Generalversammlung des Jahres 1972 trat der bisherige Zweite Kommandant Baltasar Fleck von seinem Amt zurück. An seine Stelle trat der Zugführer des Katastrophenschutzes, Johann Schmitt. Im gleichen Jahr wurde vom Katastrophenschutz ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 TS (Magirus) der Wehr zur Verfügung gestellt. Durch das Integrieren des Katastrophenschutzes 1973 in die Feuerwehren, ausgelöst durch die neue Verwaltungsreform und die damit verbundene ung der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, wurden beide Fahrzeuge nach Mainz zurückgeführt. Vom Landkreis Mainz-Bingen erhielt die Verbandsgemeinde neue Fahrzeuge, wovon Klein-Winternheim wieder zwei Fahrzeuge gleichen Types bekam.

Das dritte Fahrzeug ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 wurde in Zornheim stationiert. Somit befand sich ein kompletter Zug des Katastrophenschutzes Mainz-Bingen innerhalb der Verbandsgemeinde. Am 2. Mai 1973 verzeichnete Klein-Winternheim eine der schwersten Unwetterkatastrophen seit Bestehen der Feuerwehr. Starker Regen verbunden mit Hagelschlag überflutete innerhalb kurzer Zeit den gesamten Ort. Hagelkörner uns Schlamm verstopften die Kanalisation. Viele Keller und Wohnungen wurden überflutet. Feuerwehren aus den Nachbargemeinden kamen der hiesigen  Wehr zu Hilfe, um das Eigentum der Bevölkerung zu schützen. Die Aufräumarbeiten dauerten zwei Tage an, wobei die Kameraden jeweils bis weit nach Mitternacht im Einsatz waren. Zudem verzeichnete man 1973 noch zwei weitere kleine Brände.

Bei der Generalversammlung im Jahre 1974 trat das gesamte Kommando aus Altergründen zurück. Neuer Wehrführer wurde Johann Schmitt. Erwin Schreiber wurde zum neuen stellvertretenen Wehrführer gewählt. Jakob Wassermann, Baltasar Fleck, Ferdinand Nauth und Lorenz Schreiber die dem zurückgetretenen Kommando angehörten, wurden vom neuen Vorstand zu Ehrenmitglieder ernannt. Gleichzeitig wurde ihnen für ihre 20jährige Tätigkeit im Kommando von der Versammlung gedankt. Zur Vervollständigung der Ausrüstung erhilet die Wehr von der Gemeinde einen Schlauchanhänger.

Um ein einheitliches Auftreten der Freiwillige Feuerwehr Klein-Winternheim in der Öffentlichkeit zu gewährleisten, wurde ein Antrag auf neue Uniformen an die Gemeinde gestellt. Diesem Antrag wurde zugestimmt und so konnten schon 1974 mit den neuen Uniformen mehrere Feuerwehrfeste besucht werden. Durch Altpapiersammlungen wurde der Kassenbestand aufgebessert und mit diesen Geldern ein DKW-Jeep und eine Bergungsschere angeschafft. Im selben Jahr konnte sich die Wehr noch einen Kommandolautsprecher kaufen um bei Einsätzen ein sicheres Arbeiten ermöglichen.

Mit der Zunahme an Fahrzeugen und Geräten reichte der Platz im Gerätehaus nicht mehr aus. Deshalb erstellte die Wehr in Eigenhilfe einen Anbau. Um die Kameradschaft zu vertiefen, wurde am 25.5.1974 zum ersten Mal ein Kameradschaftsabend durchgeführt. Dabei wurde der Anbau eingeweiht.

 

Am 22.1.1975, während der Generalversammlung wurde der Antrag gestellt, für die Wehr neue Richtlinie zu erarbeiten. Diese Richtlinien wurden ein Jahr später bei der Generalversammlung einstimmig angenommen. Am 22.5.1975 nahm die Wehr am Kreisfeuerwehrtag in Ockenheim teil. Hierbei stellte sie mit einer Schauübung ihr Können unter Beweis. Im gleichen Jahr wurden alle Fahrzeuge mit Funk ausgerüstet. Dadurch konnte man die Koordination der Wehr bei Einsätzen über größere Distanz verbessern.

Vom Katastrophenschutz erhielt die Feuerwehr 1976 einen Feldküchenanhänger mit Küchenzelt. Vier Kameraden nahmen an Kochlehrgängen in Burg/Mosel teil. Um der Bevölkerung die Arbeit der Feuerwehr vorzustellen, wurde ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Gezeigt wurden Übungen und Geschehnisse, mit denen die Wehr tagtäglich konfrontiert werden könnte. Die neue Feldküche lieferte ein schmackhaftes Essen, das ausgeete Koch-Team leistete hervorragende Arbeit.

Am 4.9.1976 fand der zweite Kameradschaftsabend im Gerätehaus statt. Hierbei wurde der zweite Wehrführer Erwin Schreiber für 25jährige aktive Dienstzeit geehrt. Landrat Dr. Bickel überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung. An diesem Abend wurde auch der Termin für das einhundertjährige Gründungsfest vom 2. Bis 5. Juni 1978 festgelegt. Unmittelbare danach begannen die ersten Vorbereitungen für dieses Ereignis. Am 11.7.1976 besuchten die Kameraden der Wehr im Rahmen eines Ausfluges das 50jährige Gründungsfest in Burgjoß/Spessart. Auch im Jahre 1976 konnte die Wehr durch verschiedene Nebeneinkünfte ihren Kassenbestand aufbessern und somit die persönliche Ausrüstung ergänzen. Der trocken-heiße Sommer 1976 verursachte in der Gemarkung Klein-Winternheim mehrere Flächenbrände. Insgesamt musste die Wehr zwölf Mal ausrücken.

Am 6.2.1977 wurde in Klein-Winternheim eine Jugendfeuerwehr gegründet. 25 Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren konnten aufgenommen werden.

Sie wurden aus Geldern der Kameradschaftskasse ausgerüstet. Die Jugendfeuerwehr nahm im gleichen Jahr schon an Feuerwehrfesten in Stadecken und Zornheim teil. Um bei Einsätzen der Feldküche die dazugehörigen Lebensmittel und Ausrüstungsgegenstände besser transportieren zu können, kaufte die Wehr aus Geldern der Kameradschaftskasse ein Küchenfahrzeug. Bei Einsätzen in der vergangenen Zeit wurde die Erfahrung gemacht, dass gerade bei Dunkelheit eine ausreichende Ausleuchtung oft nicht gegeben ist und eine Stromversorgung für bestimmte Geräte oft nicht gewährleistet werden konnte. Deshalb kaufte die Wehr, ebenfalls aus Mitteln der Kameradschaftskasse ein Notstromaggregat und die dazugehörigen Scheinwerfer.

Die Generalversammlung am 28.12.1977 beschäftigte sich ausschließlich mit den Vorbereitungen zum 100jährigen Gründungsfest. Sämtliche Termine, die schon vom Kommando festgelegt wurden, konnten bekanntgegeben werden. Bürgermeister Dr. Kirschner versprach die Baumaßnahmen zur Renovierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses einzuleiten. Da unsere alte Fahne im Laufe ihrer 50jährigen Geschichte sehr angegriffen war, beschloss die Versammlung deine neue Fahne zu beschaffen. Die Weihe wurde am Festkommers des 2.6.1978 abgehalten.

 

1978 feierte die Wehr vom 2.-5. Juni ihr 100jähriges Jubiläum.

Ein Jahrhundert lang selbstloses Handeln bei Feuerwehreinsätzen, Katastrophen und Unglücksfällen aller Art sind eine beachtliche Bilanz. Wir sind auch in Zukunft bestrebt, unsere Ausung und Ausrüstung in den Dienst unserer Bevölkerung zu stellen, um jederzeit Gefahren von ihr abwenden zu können, nach dem Wahlspruch der Feuerwehr

„GOTT ZUR EHR DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR“

Anmerkung der Redaktion:

Die nachfolgende Geschichte besteht zum Großteil aus mündlichen Überlieferungen. Bis zum Jahr 1954 sind leider keine Aufzeichnungen mehr vorhanden.

 

Fahrzeugbestand  1978

1978 stand ganz im Zeichen des 100jährigen Bestehens, wobei jedoch die alltäglichen Pflichten nicht vernachlässigt wurden. Vom 2.-5. Juni war es dann soweit: Die Wehr beging ihr Jubiläum unter anderem mit einer Fahnenweihe und einem großen Festumzug durch die Ortsstraßen, an dem viele Wehren aus nah und fern teilnahmen. In diesem Jahr erfolgte der erste Spatenstich für den Neubau des Mannschaftsraumes, den die Aktiven zum größten Teil in Eigenleistungen bewältigten. Absolut negative Ereignisse innerhalb der Wehr hatten den Wechsel der Wehrführung als Konsequenz. Neuer Wehrführer wurde Erwin Schreiber, sein Stellvertreter Christoph Eckert. Im Jahr 1979 beschloss die Wehr ihre Kasse etwas aufzubessern. Man entschied sich den „Hesse Motor Sports Club“ zu unterstützen, der damals auf dem Flugplatz in Mainz-Finthen Rennen veranstaltete. Die Feuerwehr übernahm hierbei verschiedene Aufgaben, von der Ticketkontrolle bis hin zur Sicherung der Boxengasse. Die Tätigkeit beim Flugplatzrennen sorgte noch bis zum Jahre 1989 für positive Kassenbestände.

Das Jahr 1980 war für das Bistum Mainz ein ganz besonderes Jahr, und auch die Feuerwehr Klein-Winternheim hatte ihr besonderes Erlebnis. Als vom 16. – 17. November Papst Johannes Paul II die Stadt Mainz besuchte, sicherte die Feuerwehr, in Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren den Prozessionszug des Papstes ab und stellte mit ihrem TLF 8 die Brandwache auf dem Finther Flugplatz. Hierfür erhielt die Feuerwehr ein Dankschreiben des Vatikans, welches noch heute im Kameradschaftsraum des Feuerwehrgerätehauses hängt. Außerdem erhielt jede teilnehmende Wehr neue orangefarbene Regenjacken, die seitdem bei uns „Papstjacken“ genannt werden.

Am 20.4.1980 konnte dann der 1978 begonnene Neubau des Mannschaftsraumes eingeweiht werden. Am Bau des Mannschaftsraumes leisteten die Männer der Feuerwehr über 1800 Arbeitsstunden. Um die finanzielle Mittel für den Anbau zu sichern wurden von den Kameraden verschiedene Arbeiten für die Gemeinde ausgeführt, u.a. den Abriss der alten Friedhofskapelle. Von diesem Abriss stammen auch die Muschel, Säulen und Basis der „Floriansnische“ am hiesigen Gerätehaus. In diesem Jahr wurde auch die Beschaffung eines neuen Manschaftstransportfahrzeuges (MTF) vorbereitet. Er sollte im Einsatzfall Mannschaft und Material zum Einsatz bringen und im Katastrophenfall das Material der Feldküche transportieren. Hierzu wurden viele Angebote bei verschiedenen Herstellern und Autohändlern eingeholt. Man entschied sich letztendlich für einen Ford Transit 100 mit 56 PS mit Platz für 9 Personen. Das neue Fahrzeug kostete rund 21.000 DM und wurde vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.

Am 5. April 1981 wurde das Mannschaftstransportfahrzeug offiziell in Dienst gestellt. In den folgenden Tagen stattete man ihn noch mit vielen Gerätschaften für den Einsatz aus. Das alte MTF verkaufte man zu einem Freundschaftspreis einem aktiven Mitglied der Feuerwehr.

Das Jahr 1982 stand im Zeichen der Partnerschaft mit Muizon und schloss die Partnerschaft zwischen den beiden Ortswehren ein. Der Höhepunkt für beide Wehren war der Besuch einer Abordnung aus Muizon, bei der ein  alter französischer Feuerwehrhelm als Gastgeschenk übergeben wurde. Diese Freundschaft wurde über viele Jahre gepflegt.

Zwischenzeitlich wurden auch immer mehr anderweitige Arbeiten zum Wohle und Nutzen der Gemeinde ausgeführt, unter anderem wurden die Quelle am Villenkeller ab gemauert und dort eine Ruhebank errichtet. Solche Ruhebänke standen früher an verschiedenen Stellen im Ort. Sie wurden von der Feuerwehr gepflegt und in Stand gehalten.

1982 feierte Essenheim, nach Klein-Winternheim die zweitälteste Feuerwehr der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, ihr 100jähriges Bestehen.

Eine interessante Abwechslung im jährlichen Geschehen waren wie immer die Busausflüge, welche von unserem „Reiseveranstalter“ Helmut Gabel geplant und arrangiert wurden 1984 musste die Wehr neben einer Vielzahl von Einsätzen in Klein-Winternheim überörtliche Hilfe in Sörgenloch leisten.  Hier waren sie neben den Wehren aus Nieder-Olm, Sörgenloch und Zornheim beim Großbrand eines Lacklagers eingesetzt. Dass die Hilfe der Feuerwehr vielfältig ist, zeigten die Wehrleute im Sommer des gleichen Jahres, als sie während einer langen Trockenperiode Quellwasser in ein nahe am Ort gelegenes Becken leiteten, aus dem Vögel und andere Tiere Wasser zu sich nahmen.

Im Jahr 1985 kam es, neben mehreren kleineren bis mittleren Bränden, im Dezember zum Großbrand des Bahnhofgebäudes. Die Folgen dieses Brandes waren noch lange zu sehen. Der Abriss der Ruine erfolgte erst kurz vor der Einweihung der neuen Bahnstation im Jahre 1999. Eine detaillierteren Bericht zum diesem Ereignis befindet sich auf dieser Seite unter der Rubrik „Besondere Einsätze der jüngeren Geschichte“.

1986 führte die Wehr ihren jährlichen Tag der Feuerwehr ein, der von da an jedes Jahr am 1. Sonntag im September stattfindet, und bis heute fester Bestandteil des Jahresablaufs ist. Die seit 1977 bestehende Jugendfeuerwehr unter den Jugendfeuerwehrwarten Helmut Schreiber und Franz-Josef Walter wurde offiziell in den Kreisjugendfeuerwehrverband und den deutschen Jugendfeuerwehrverband übernommen. 1986 gab es gleich zwei Jubiläen in der Verbandgemeinde. Die Wehren Nieder-Olm und Ober-Olm konnten ihr 100jähriges Bestehen feiern. Höhepunkt des Jahres aus Klein-Winternheimer Sicht war, dass uns ein neues Fahrzeug zugeteilt wurde:

Ein LF 16 TS. Es verfügt über 600 m B-Schlauch, 240 m C-Schlauch, ein Frontpumpe mit einer Fördermenge von 1600 l/min, eine eingeschobene Tragkraftspritze (TS 8/8), vier Umluft unabhängige Atemschutzgeräte und sonstige wichtige feuerwehrtechnische Beladung.  Neun Mann Besatzung finden Platz auf diesem Fahrzeug.

 

Das neue Fahrzeug ersetzte das alte LF 16 TS von 1972. Somit musste die Wehr keine Einbußen in ihrer Schlagkraft hinnehmen, sondern sich nur an die neue Anordnung der Beladung gewöhnen. Es hatte im Laufe der Zeit diverse Gelegenheiten sich zu bewähren. Die erste große Bewährungsprobe hatte es in der Nacht des 21.10.1986. In dieser Nacht brannten durch Brandstiftung eine Scheune und ein Viehstall im Ortskern von Klein-Winternheim nieder. Die Feuerwehr rettete eine Person, die Ehefrau des Besitzers der Scheune, und mehrere Tiere. Trotz des hohen Einsatzes an Mannschaft, Material und vor allem Wasser, brannten die Scheune und der Viehstall ab, die angrenzende Bebauung konnte jedoch vor dem Übergreifen des Brandes geschützt werden. Einen detaillierten Bericht zu diesem Ereignis findet sich in dieser Zeitschrift unter „Besondere Einsätze der jüngeren Geschichte“.

Im Jahr 1987 begingen die Kameraden aus Zornheim ihr 100jähriges Jubiläum. Während der Festtage vom 11.-15. Juni hatten die Kameraden aus Klein-Winternheim die Aufgabe des Sicherheitsdienstes.

Im März 1988 wurden einige Wehrleute zum Hochwassereinsatz an die Glashütte nach Budenheim ab geordert. Hier mussten sie über mehrere Tage Sicherheitswache halten und Schäden im Behelfsdamm ausbessern. Ein weiterer besonderer Einsatz war der Brand im Untergeschoss des Neubaus der Haybachhalle. Die Verursacher, zwei 16-jährige, versuchten zuerst vergeblich das Feuer durch „spucken“ zu löschen. Letztendlich verzögerte dieses Ereignis die Fertigstellung der Halle um mehrere Wochen.

Im selben Jahr übernahm Reimund Badinger die Leitung der Jugendfeuerwehr, unterstützt von den Betreuern Franz-Josef Walter und Rainer Schlitzer.

Das Jahr 1990 stand im Zeichen des Führungswechsels. Im Juni 90 wurde die amtierende Wehrführung, Erwin Schreiber und sein Stellvertreter Christoph Eckert nach Erreichen der Altersgrenze abgelöst. An ihre Stelle traten nun der neue Wehrführer Bernd Steigerwald und sein Stellvertreter Michael Eckert. Beide hatten kurz zuvor über mehrere Wochen die Ausung zum Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr Mainz absolviert. Erwin Schreiber wurde an der Generalversammlung des gleichen Jahres zum Ehrenkommandanten ernannt. Außerdem wurde den Kameraden mitgeteilt, dass noch im Laufe des Jahres ein neues Fahrzeug, ein LF 8/6, beschafft werden soll.

Die Zusage erfüllte sich jedoch nicht und wurde die Jahren 91 und 92 wiederholt. Erst im Jahr 1993 sollte es soweit sein.

Im Jahr 1990 wurden noch mehrere Freizeitaktivitäten durchgeführt, wie zum Besipiel das Erstellen eines Motivwagend zur Fastnacht. Wie schon einige Male zuvor, nahm man an Umzügen in Klein-Winternheim und Nieder-Olm teil. Als Thema hatte die Wehr sich „Indianer“ ausgesucht. Gegen Jahresende organisierte Helmut Gabel eine Tagestour nach Brandenburg im Zillertal (Tirol). Auch wurden die Tage der offenen Türen in der Verbandsgemeinde und in der Stadt Mainz besucht. Darüber hinaus, nahmen die Kameraden am Festumzug zum 100jährigen Bestehen der Feuerwehr Gau-Odernheim teil.

Auf Anfrage von Herrn Pfarrer Fuhr wurde im März, bei der Primiz von Pater Walter Schreiber, die Kirche mit der Feldküche unterstützt.

Neben diesen Freizeitaktivitäten meisterte die Wehr noch insgesamt 25 Einsätze. In dieser Zahl ist ein Sondereinsatz in der alten Grundschule Ende Juli noch nicht berücksichtigt. Um die alte Schule für die Aufnahme von Asylanten frei zu machen, damit der Schulbetrieb nach den Sommerferien reibungslos starten konnte, wurde fast der gesamte Umzug in die neue Schule von der Feuerwehr in enger Zusammenarbeit mit Schulleiter Herrn Mainka bewerkstelligt. Die besondere Schwierigkeit bei diesem Sondereinsatz war das kurzfristige Hilfeersuchen von Herrn Ortsbürgermeister Franz Junkers über den damaligen Brandschutzdezernenten Herrn Steib. Die Feuerwehrangehörigen, insbesondere die Angehörigen des Katastrophenschutzzuges 11. LZR, mussten in einer großangelegten privaten Telefonaktion benachrichtigt werden. Als Transportmittel wurden die Fahrzeuge des Bauhofes und die landwirtschaftlichen Geräte der Kameraden eingesetzt.

Auch war die Wehr, hier wieder die freigestellten Helfer des 11. LZR. bei der Kreisübung am gensinger Handelshof eingesetzt.

1991 war ein ruhiges Jahr für unsere Wehr, was sich nicht nur in den 11 zu bewältigenden Einsätzen wiederspiegelt. In diesem Jahr gab es ein Novum auf dem Übungsplan. Seit 1991 steht nun einmal jährlich die Erste Hilfe auf dem Übungsplan, um im Einsatzfall vor Eintreffen des Rettungsdienstes die Erstversorgung des Geretteten zu übernehmen.

Wegen des ruhigen Jahres konnte endlich die ausstehenden Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus, den Fahrzeugen und den Geräten durchgeführt werden. Hier war der erneut gewählte Gerätewart Franz-Josef Walter  wie immer sehr aktiv.

In der Freizeit wurden die Tage der Feuerwehren in der VG und Umgebung besucht. Auch nahm die Wehr an drei Festumzügen teil: 100 Jahre FF Badenheim, 125 Jahre FF Mainz-Kastel und 100 Jahre FF Welgesheim.

Den Ausklang des Jahres ete der Große Zapfenstreich zu Ehren des damaligen leitenden Ministerialrates Adolf Eisinger. Er wurde in der Festhalle Nieder-Olm mit „großem Bahnhof“ aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

1992 kann man als das Jahr der Ausung bezeichnen. Hier machte die Mannschaft einen großen Schritt. Besonders hervorzuheben ist hier Raimund Kissel, der seit 1974 aktiv in der Wehr, seine Grundausung nachholte und im gleichen Jahr die Ausung zum Atemschutzgeräteträger absolvierte. Des Weiteren nahm Andreas Eckert mit Erfolg am Atemschutzgerätewartlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Koblenz teil und besuchte ebenfalls den ersten Ausungsteil zum Gruppenführer. Außerdem absolvierten erfolgreich Karl-Heinz Bugner die Ausung zum Gruppenführer und Bernd Steigerwald den Lehrgang zum Zugführer in der Schule in Koblenz.

Auch zur Ausung gehörte die Jahresabschlussübung, wie immer mit Essenheim und Ober-Olm, die an einem Aussiedlerhof außerhalb von Klein-Winternheim stattfand.

Aus Sicht der eigentlichen Feuerwehrtätigkeiten war dieses Jahr sehr ruhig. Unter den 15 Einsätzen waren keine nennenswerten Ereignisse. Im gleichen Jahr wurde endlich die Alarmierung der Einsatzkräfte in Klein Winternheim modernisiert. Die „stille“ Alarmierung per Funkmeldeempfänger ersetzte die Sirene. Damit alarmierte man nur noch die Einsatzkräfte, dass gleichzeitige Aktivieren der Schaulustigen entfiel.

Den negativen Höhepunkt gab es im fahrzeugtechnischen Bereich. Das TLF 8 des Katastrophenschutzes wurde im Juli nach Neustadt an der Weinstraße in die dafür zuständige Werkstatt beordert und kehrte nicht mehr zurück…….

Zur Freizeitgestaltung war in diesem Jahr wieder eine Tagesfahrt vorgesehen. Dieses Mal verschlug es die Wehr nach Attendorn im Sauerland. Auch besuchte man wieder die Feuerwehrfeste in der Verbandsgemeinde und Umgebung. Zusätzlich nahmen die Kameraden an den Umzügen zu den Hundertjahrfeiern in Nackenheim und Lörzweiler teil.

Den Jahresabschluss ete der Kameradschaftsabend auf VG-Ebene, der nach längerer Veranstaltungspause in diesem Jahr von den Kameraden aus Ober-Olm organisiert wurde.

1993 wurde dann wahr, was der Klein-Winternheimer Wehr seit drei Jahren versprochen wurde. Am 29. April war es dann soweit: Vier Kameraden, Oswald Loffel, Franz-Josef Walter, Michael Eckert und Bernd Steigerwald konnten das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 von der Firma GFT in Bad Friedrichshall abholen. Bei der kurzen Unterweisung teilte man ihnen mit, dass während der Bauzeit keine Standartpumpe FP 8/8 vorhanden war und eine leistungsfähigere Pumpe FP 16/8 eingebaut werden musste. Zuhause angekommen, bestückte man das Fahrzeug mit dem Material des alten TSF. Es dauerte nur eine Woche bis das LF 8/6 seinen ersten Einsatz bewältigte. Ein Bagger blieb an der Eisenbahnbrücke hängen, wobei ein Hydraulikschlauch platzte. Da auf dem neuen Fahrzeug alle notwendigen Gerätschaften direkt an Bord waren, konnte der Einsatz schnell erledigt werden.

Bis zur offiziellen Fahrzeugübergabe am Tag der Feuerwehr Anfang September, hatte das Fahrzeug bereits 6 Einsätze gefahren.

Mit dem neuen Fahrzeug war eine Abordnung der Wehr unterwegs in Pirmasens und Bingerbrück, wo es als Vorführfahrzeug der Firma GFT ausgestellt war – als Negativbeispiel wie allgemein behauptet wurde.

In Sachen Ausung ist hier, der erfolgreiche Lehrgang zum Gruppenführer von Oliver Saling zu nennen. In der Freizeit besuchte die Wehr wieder die Tage der Feuerwehr in der VG und Umgebung und nahm an den Umzügen in Klein-Winternheim und Nieder-Olm teil.

Im Jahr 1993 entstand auch die Idee einen Anbau zu errichten, um dem vorherrschenden Platzmangel im Gerätehaus Abhilfe zu schaffen.

Das Jahr 1994 war ein ruhiges Jahr, wie die Einsatzzahlen belegen. Insgesamt war die Wehr 22-mal ausgerückt, davon 4-mal zu Bränden. In die Riege der Gruppenführer reihte sich Reimund  Badinger ein, der seine Ausung in der Zeit von März bis Mai berufsbegleitend bei der Berufsfeuerwehr Mainz mit Erfolg bewältigte.

Aktiv war die Wehr auch wieder im freizeitlichen Bereich, zu den jährlich sich unter den Kameraden großen Zuspruch fand. Auch war eine Abordnung bei der Verabschiedung des Ex-VG-Bürgermeisters Herrn Schäfer sowie des 1. Beigeordneten Herrn Steib.

Auch in den heimatlichen Gefilden wurde in der Freizeit einiges auf die Beine gestellt. Zum Beispiel war es an der Zeit die maroden Elektroinstallationen des Gerätehauses in Eigenhilfe etwas zu verbessern und das LF 8/6 in seiner Ausstattung zu optimieren.

Die Daseinsberechtigung der Wehr wurde im Jahr 1995 mit über 30 Einsätzen wieder deutlich. Und auch in diesem Jahr hatte die Ausung der Wehrleute wieder einmal oberste Priorität. Die gesellschaftlichen Aktivitäten der Wehr reichten vom Kameradschaftsabend über einen Ausflug bis hin zum Tag der Feuerwehr. Nebenbei erstellte die Wehr noch den Rohbau nebst Dach des Anbaus.

Die Einsatzzahlen 1996 hielten sich mit 18 Stück in Grenzen. Der Arbeitsaufwand uns die Ausmaße der Schadensereignisse war jedoch beträchtlich. Beispielhaft zu nennen: ein Scheunenbrand in der Bahnhofstraße am 4. März um ca. 12/35 Uhr. Trotz der problematischen Mittagszeit, viele Einsatzkräfte arbeiten außerhalb, konnte die Lage schnell mit 23 Mann und der Unterstützung der Wehren aus Ober-Olm und Nieder-Olm, schnell unter Kontrolle gebracht werden. Zu nennen ist auch ein Gefahrgutunfall am 7. Juni, bei dem eine Schwefeldioxid-Druckflasche aufgrund hochsommerlicher Temperaturen zerknallte. Auch ein Messfahrzeug der Berufsfeuerwehr Mainz war vor Ort im Einsatz.

In der Dienstzeit wurden auch die übrigen Ortsvereine unterstützt. Hervorzuheben ist hier das 75jährige Jubiläum des Radsportvereins, bei dem die Wehr den Umzugsweg absicherte und am Festzelt Wache hielt. Nach Erringen des Vize-Weltmeistertitels von Jens Schmitt, wurden die Mitbürger zu dessen Feier, über die Lautsprecheranlage des MTW, kurzfristig in die Haybachhalle eingeladen.

In diesem Jahr hatte auch unsere Feuerwehr ein Jubiläum zu feiern. 1996 bestand die Jugendfeuerwehr offiziell seit 10 Jahren. Das Jubiläum wurde mit einer Schauübung der Jugendfeuerwehr am Tag der Feuerwehr begangen.

Als Freitzeitunternehmung stand ein Skiausflug nach Engelberg bei Luzern vom 1.-3. März auf dem Programm, der von Rainer Schlitzer organisiert wurde.

Auch wurden die Tage der Feuerwehr in der VG und Umgebung besucht, sowie das 100jährige Bestehen der Feuerwehr Frei-Weinheim nebst Festumzug.

Baulich aufgewertet wurde das Gerätehaus durch den Einbau von neuen Hallentoren im Dezember. Die alten, massiven Holz-Hallentore wurden durch moderne Sektionaltore mit Hand-Kettenantrieb ersetzt. Im Ernstfall werden wertvolle Sekunden gewonnen. Die alten Torflügel wurden einer Weiterverwendung im landwirtschaftlichen Bereich zugeführt. Zudem wurde von der VG ein Mehrzweckanhänger beschafft. Hiermit konnte nun auch sperriges Material, wie z.B. Ölspurwarnschilder zum Einsatzort gebracht werden.

In diesem Jahr wurde auch der taktische Wert des in der VG stationierten Löschzuges des Katastrophenschutzes, der seit 1989 nur noch aus dem Klein-Winternheimer LF 16 TS, dem Rüstwagen aus Nieder-Olm und dem alten TLF aus Zornheim (mittlerweile außer Dienst) bestand, mit einem Schlauchwagen, SW 2000, aufgewertet. Dieser SW 2000 ist in Stadecken-Elsheim stationiert und war bis heute schon mehrere Male in Klein-Winternheim eingesetzt.

Bereits schon am 1. Januar 1997 fing das neue Jahr für die Feuerwehr an. Damals galt es, einen entlaufenen Schäferhund einzufangen. Und es ging auch munter weiter. Am 27. Juni wurde die Wehr zu einem kuriosen Einsatz alarmiert. Die Alarmierung besagte, es hätte einen Brandanschlag auf das Rathaus gegeben. Als das LF 8/6 am Rathaus eintraf war von Feuer keine Spur. Glück gehabt- Fehlalarm. Auf Nachfrage bei der Berufsfeuerwehr stellte sich heraus, dass der Notruf aus einem öffentlichen Fernsprecher abgesetzt wurde, worauf die Umgebung der im Ort befindlichen Fernsprecher erfolglos abgesucht wurde.

Am 26. November rief man die Wehr zu einem Pkw-Brand in die Lindenstraße. An der Einsatzstelle eingetroffen stellte sich heraus, dass dies nur zum Teil richtig war. Der Anrufer hatte in seiner Aufregung vergessen zu erwähnen, dass das Auto noch in der im Haus integrierten Garage stand und diese nun ebenfalls brannte. Durch das schnelle Eingreifen der Wehr konnte glücklicher Weise schlimmeres verhindert werden. Dieser Einsatz war auch einer der ersten Einsätze für die in Nieder-Olm stationierten Drehleiter. Sie musste jedoch nicht aktiv eingreifen.

Die Freizeitgestaltung sah dieselben Termine wie jedes Jahr vor. Wieder stand ein erneuter Skiurlaub in die Schweiz auf dem Programm.

Die Jugendfeuerwehr hatte ein ebenso volles Programm. Hervorzuheben ist das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Bacharach. Die Jugendfeuerwehr erreichte bei einer Stadtrally einen tollen 2. Platz.

Der VG Kameradschaftsabend, den die Feuerwehr Klein-Winternheim am 7.11.1998 ausrichtete, kann rückblickend als kleine Generalprobe zum Jubiläum 2003 bezeichnet werden. Für den feierlichen Zweck wurde die Haybachhalle dekoriert und ein buntes Abendprogramm zusammengestellt. Die durchweg positive Resonanz soll hier nicht verschwiegen werden.

Das Jahr 1998 war auch aus Sicht der Einsätze aufregend verlaufen. Es fing mit einem Gefahrguteinsatz an und reichte bis zum Großbrand einer Maschinenhalle am 26. Juni in der Kreuzstraße.

Zuvor hatte es auch schon mehrere mittlere bis große Brände gegeben. Das Jahr endete mit einer Großbrandmeldung, die sich glücklicherweise als Fehlalarm entpuppte. Aus   Sicht der Ausung ist erwähnenswert, dass Matthias Kapp und Bernd Steigerwald zum Lehrgang Technische Hilfe Stufe 1 in der ehemaligen (DEULA) nach Bad Kreuznach geschickt werden konnten.

Auch wurde die Ortsgemeinde wieder tatkräftig unterstützt. Besonders im Zusammenhang mit den Volkskunsttagen, die am 23. Und 24. Mai stattfanden. Hier war die Feuerwehr  aufgrund der Erfahrung aus vorherigen Veranstaltungen an der verkehrstechnischen Planung, in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Ordnungsbehörde, maßgeblich beteiligt. Zufahrtswege und Parkplätze wurden ausgeschildert, der Festumzugsweg wurde freigeräumt und der Umzug abgesichert.

1998 wurde auch Klein-Winternheim mit neuer Einsatzkleidung ausgestattet. Da für die aktiven Kameraden der VG in Klein-Winternheim der VG-Kameradschaftsabend ausgerichtet wurde, wollte man auch die Jugend nicht zu kurz kommen lassen und holte in diesem Jahr die Großübung der VG-Jugendfeuerwehr ebenfalls nach Klein-Winternheim. Die Übung fand am 12. September an der alten Schule statt und endete bei heißen Würstchen im Gerätehaus.

Bedauerliche Weise endete dieses, sonst sehr positiv verlaufende Jahr mit dem Rücktritt von Michael Eckert vom Amt des stellvertretenden Wehrführers im Dezember uns deinem Austritt aus der Feuerwehr.

Das Jahr 1999 bescherte den Kameraden im Vergleich zum Vorjahr mehr Arbeit. Statt den 22 Einsätzen aus dem Vorjahr mussten insgesamt 27 Einsätze bewältigt werden. Der wohl bekannteste Einsatz dieses Jahres war der Scheunenbrand am 6. Dezember in der Wassergasse. Neben weiteren sieben Bränden wurden mehrere technische Hilfe Einsätze gefahren, beispielsweise ein Verkehrsunfall. Die Arbeit der Feuerwehr beschränkte sich nicht nur auf die Heimatgemeinde, wie der Einsatz beim Hochwasser in Budenheim zeigte.

Matthias Kapp wurde kurzfristig über den 4. LZR auf den Gruppenführerlehrgang  an der Landesfeuerwehrschule in Koblenz geschickt. Auch musste Ersatz für den Wehrführerstellvertreter gefunden werden. Das Ergebnis der Suche war, das Jugendfeuerwehrwart Reimund Badinger mit 7 Stimmen und 2 Enthaltungen vom Kommando gewählt wurde.

In der VG stand ebenfalls eine Neuwahl an. Da der bisherige Wehrleiter Wilfried Eppelmann zum Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) des Landkreises Mainz-Bingen gewählt worden war und daher die Funktion nicht mehr ausüben konnte. Sein Nachfolger wurde der bis dahin amtierende Wehrleiter-Stellvertreter Hans-Dieter Heinermann. Auf dessen Posten wurde nach Abstimmung der VG Wehrführern B. Steigerwald gewählt. Die Verabschiedung von Herrn Eppelmann, sowie seine Ernennung zum KFI wurden von den Kameraden der Feuerwehr Klein-Winternheim mit einer Fahnenabordnung besucht.

In der Freizeit arbeiteten die Kameraden viel am Gerätehaus. Unter anderem an den neuen Toren, der Einfahrt sowie dem Anbau der innen verputzt und dessen Decke mit Holz verkleidet wurde. Außerdem beuchte die Wehr die Festumzüge in Mainz-Hechtsheim (125 Jahre), Bodenheim (125 Jahre), Bingen-Dromersheim (100 Jahre) und unterstützte das Sommerfest der Musikschule mit der Feldküche.

Die Jugendfeuerwehr blickte 1999 auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sie belegte bei er Rallye im Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Nieder-Olm den 1. Platz.

Bedingt durch den Jahrtausendwechsel und die, zum Glück, nicht eingetroffene Schreckensszenarien, besetzten am 31.12.1999 12 Kameraden das Feuerwehrgerätehaus um die Sicherheit zu gewährleisten, auch wenn die Computer und Telefonanlagen der Behörden ausfallen sollten.

Das Jahr 2000 setzte mit 2 der 25 Einsätze einen Startschuss für eine Brandserie, die sich bis in das Jahr 2002 erstrecken sollte. Am 24.10. brannte zum ersten Mal die Holzhütte an der Freizeitanlage. Diese konnte durch das schnelle Eingreifen der Wehr jedoch gerettet werden.

Ein für die Kameraden besonderer Einsatz ereignete sich am 6. Juni. Damals wurde die Wehr in das Wohngebiet „Am Weltersborn“ alarmiert, um einen Igel hinter einem Fallrohr einer Dachentwässerung hervorzuholen- das Tier konnte unversehrt in die Freiheit entlassen werden.

Am Tag der Feuerwehr gab Oswald Loffel das Amt des Gerätewartes, welches er offiziell seit 27 Jahren begleitete, an Roman Kissel ab.

Mit dem Erlös des Tages der Feuerwehr wurden zwei neue, explosionsgeschützte 2m-Handfunkgeräte gekauft. In den vorangegangenen Jahren waren auf diesem Wege schon die Ladeerhaltungsgeräte für die Fahrzeuge, der Kompressor für die Druckluftbremsanlage des LF 16 TS, der Tageslichtprojektor, ein PC mit Zubehör und vieles mehr beschafft worden. Auch die Ausstattung des Feuerwehrgerätehauses konnte modernisiert werden.

Im Jahr 2000 feierte Klein-Winternheim 900jähriges Jubiläum, wobei die Feuerwehr mitwirkte. Unter anderem  hielten 23 Kameraden in der Nacht vom 19. auf den 20. August Nachtwache, damit sich niemand an den, in der Hauptstraße ausgestellten Exponaten zu schaffen machte.

Die Jugendfeuerwehr bekam von den Aktiven in diesem Jahr einen gebrauchten Tragkraftspritzenanhänger, zum selbstständigen Üben gekauft.

Im Zeichen des Eigenschutzes stand das Jahr 2001, Feuerwehrtechnisch fing es mit der alljährlichen auf dem Dienstplan stehenden Lektüre der Unfallverhütungsvorschrift, die den Kameraden von Wehrleiter Hans Dieter Heinermann näher gebracht wurde. Nennenswert ist auch eine umfangreiche Impfaktion für Feuerwehrangehörige durch den Landkreis Mainz-Bingen. Hierbei wurden Feuerwehrleute gegen Hepatitis A + B geimpft. Solche Impfungen sind wichtig, da die Feuerwehrkameraden, besonders bei Verkehrsunfällen mit Personen in Kontakt gerate, die möglicherweise infiziert sind.

Die Modernisierung der Technik wurde in diesem Jahr weiter vorangetrieben. Im Landkreis Mainz-Bingen wurden einheitliche Atemschutzüberwachungtstafeln eingeführt, mit denen bei Einsätzen die Einsatzdauer der Atemschutzgeräteträger überwacht werden kann. Auch wurde ein weiteres explosionsgeschütztes Handfunkgerät von der VG beschafft. Am LF 8/6 brachte Franz Josef Walter mit Hilfe von Helmut Schreiber eine Rückfahrkamera, mit Monitor im Fahrerhaus an sowie ein Regalsystem für unsere neu beschafften Schlauchtragekörbe.

In der Freizeit wurden, die Feuerwehren in der VG und Umgebung an den Tagen der offenen Türen besucht und ein Skiurlaub nach Österreich organisiert. Des Weiteren nahm die Wehr mit ihrer Feldküche am Pfarrfest teil. Der hier erwirtschaftete Erlös wurde für einen wohltätigen Zweck gespendet. Einen Amtswechsel gab es auch in diesem Jahr zu verzeichnen. Nach 18 Jahren als Schriftführer gab Reimund Kissel sein Amt an Sven Berger und Hubertus Werkmann ab.

Offiziell hatte die Wehr 26 Einsätze 2001 zu bewältigen. Der spektakulärste Einsatz, war ein Anthrax-Brief (Milzbranderreger) im HL-Supermarkt, der erste – glücklicherweise blinde Alarm- dieser Art in Rheinland-Pfalz.

2001 erweiterte sich mit der neuen Kreisstraße K 51, das Einsatzgebiet der Feuerwehr um weitere 3 km Straße in Richtung Mainz.

Für die Jugendfeuerwehr fand, wie alle 2 Jahre, ein Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Nierstein-Schwabsburg statt. Hier konnte der Feuerwehrnachwuchs einen respektablen 2. Platz erkämpfen.

25 Einsätze bestimmten den Jahresablauf 2002. Hierbei hervorzuheben der letzte Brand der Holzhütte an der Freizeitanlage. Am 3. August, gegen 23:00 Uhr, stand diese bei Eintreffen der Wehr, in Vollbrand. Entgegen den Zeitungsberichten brannte diese jedoch vollständig ab. Nach den Löscharbeiten und der siebten Alarmierung zum genannten Objekt, wurde sie von den Einsatzkräften eingerissen um spätere Gefährdung für Dritte zu vermeiden. Aufgrund der zunehmenden Einsätze wurde unsere Wehr von der VG mit neuen Gerätschaften ausgerüstet. Zuerst wurde uns ein Turbinenlüfter zugeteilt, dieser ist wichtig für den Innenangriff sowie zur Belüftung brennender und verrauchter Gebäude.

Außerdem wurde eine Rettungssäge beschafft, die bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt. 2002 wurde die Sondersignalanlage des LF 8/6, welche schon des Öfteren Ausfallerscheinungen aufzeigte, durch eine originale Martin-Horn-Anlage ersetzt. Dieses sorgt seitdem bei Einsatzfahrten für eine bessere Wahrnehmung auf den Straßen. Diese Anlage wurde, wie so viele Arbeiten dieser Art von Franz-Josef Walter eingebaut Er übernahm 2002 zudem auch die VG-Funkwerkstatt und kümmert sich hier um die Funkgeräte und Funkmeldeempfänger der gesamten VG.

Im Jahr 2003 spricht man bei der Klein-Winternheimer Feuerwehr fast ausschließlich über das 125jährige Jubiläum, wobei der Schutz der Gemeinde selbstverständlich nicht vernachlässigt wird.

Bei einem der zahlreichen Treffen zur Vorbereitung des Festes, konnte die Wehr sogar bei einem der bisher 18 Einsätze (Stand 15.07.03) zeitgleich mit der Alarmierung ausrücken und so ein um sich greifen des Brandesrasch verhindern.

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