Einsatzstellenbelüftung und Einsatzübung waren die Themen unserer Monatsübung im April.

Vor dem theoretischen Teil des Tages, der Einsatzstellenbelüftung mittels Injektionslüfter-Prinzip, stand das obligatorische Knoten und Stiche-Üben an. Nachdem Doppelter Ankerstich, Zimmermannsstich, Rettungsknoten und Co durch exerziert waren begann die Einweisung in die Einsatzstellenbelüftung. Es wurden die Unterschiede zwischen der „Überdruckbelüftung“ und dem „Injektionslüfter-Prinzip“

 

verglichen. Hierbei ging es darum, dass bei der Überdruckbelüftung der Zugang zum Brandobjekt mit dem Luftkegel des Lüfters komplett abgedeckt wird um einen Überdrück im Objekt zu erzeugen, während beim Injektionsprinzip es darauf ankommt, dass der Luftstrom des Luftkegels die Umgebungsluft in das Gebäude reißt und damit einen Luftstrom innerhalb des Objekts erzeugt.  Weiter wurden die Einsatzgrundsätze besprochen, dabei gleich noch die Innenangriffsgrundsätze geklärt und der Lüfter vom LF 16-TS angeschmissen.

Zwischenzeitlich wurde die Einsatzübung vorbereitet. Hierfür wurden die Pressluftatmer und Atemanschlüsse des LF8/6 getauscht und das Übungsobjekt vorbereitet. Angenommen wurde ein Gebäudebrand im Lager- und Werkstattbereich eines landwirtschaftlichen Anwesens mit einer unbekannten Anzahl vermisster Personen. Hierfür hatte uns, dankenswerter Weise, unser Kamerad Gisbert sein Anwesen und seinen jüngsten Sohn zur Verfügung gestellt. Dieser und zwei unserer Übungsdummys wurden in dem recht weitläufigen Komplex versteckt.

Nachdem die Vorbereitungen beendet waren wurde beiden Löschgruppenfahrzeugen das Übungsstichwort mitgeteilt. Kurze Zeit später waren beide Fahrzeuge mit voller Besetzung vor Ort.

Das LF 8/6 fuhr in den Hof des Anwesens ein, das LF 16-TS verblieb auf der Straße und stellte die Wasserversorgung über eine Strecke von 200m her. (Der 80er!! Hydrant auf der Stichleitung zum Hof wurde bewusst nicht angefasst.)

Der Angriffstrupp des LF 8/6 ging zur Menschenrettung mit dem 1. Hohlstrahlrohr ins Gebäude vor. Da der Gebäudekomplex sehr groß und das Dach nicht dicht ist, wurde hier auf Kunstnebel verzichtet und die Sicht der vorgehenden Trupps mittels blickdichten Schilden eingeschränkt.

 

Gleichzeitig machten sich der Wassertrupp des LF 8/6 und der Angriffstrupp des LF16-TS fertig für den Innenangriff und der Schlauchtrupp des LF 8/6 nahm zum Schutz des Wohngebäudes ein C-Rohr vor.

 

Der Wassertrupp des LF 16-TS stellte den Rettungstrupp für die Kräfte im Innenangriff und nahm die geretteten Personen vor dem Gebäude in Empfang. (Das Motto lautet hier: „Die Personen müssen aus dem Gefahrenbereich, egal wie!“)

Nachdem aller Personen gerettet und auch eine Gasflasche geborgen und gekühlt werden konnte wurde der „Übungseinsatz“ beendet und man fand sich zur Nachbesprechung bei kühlen (alkoholfreien) Getränken und frischen Brezeln zusammen. Hier nochmal ein dickes Dankeschön von uns Allen an Christine und Dominik!!

 

Nach einer kurzen und recht positiven Manöverkritik wurden die eingesetzten Mittel zurückgebaut und die Einsatzfahrzeuge mit neuen Pressluftatmern und Atemanschlüssen bestückt und Einsatzfertig gemacht.

Alles in Allem eine interessante Übung die uns wieder einmal zeigte wie wichtig ein zügiges und kooperatives Arbeiten an der Einsatzstelle ist um ein so umfangreiches Objekt halten und die Personen innerhalb kurzer Zeit retten zu können.

 

(Vielen Dank an Christine für die Bilder)